Historische Wanderung mit der Geschichtswerkstatt in Dietzhölztal

Siedlungsgeschichte, „alte Wegesysteme“ und historische Grenzsteine – erklärt von Jürgen Daum

Die historische Wanderung führte in diesem Jahr zur keltischen Burg bei Rittershausen.

Auch in diesem Jahr stieß das Angebot einer historischen Wanderung wieder auf so großes Interesse, dass Jürgen Daum die Tour zweimal durchführen musste. Am 23. August kamen etwa 20 Interessierte am Rudorf-Loh-Center zusammen, um von dort aus die etwa 7 km lange Wanderung hoch zur keltischen Wallanlage aus der Hallstattzeit (etwa 500 v. Chr.) zu beginnen. Beim zweiten Termin am 6. September waren es erneut etwa 15 Personen, die sich auf den Weg machten.

Schon auf dem Weg zur „Burg“ erfuhren die Teilnehmer viel über die Siedlungsgeschichte im Dietzhölztal: Nicht nur im Langenbach- auch im Grünbachtal, wo sich der heutige Rittershäuser Friedhof befindet, gab es im frühen Mittelalter schon eine Siedlung.

Am Ziel angekommen erklärte Jürgen Daum anhand von Zeichnungen, wie die noch heute zu erkennende keltische Wallanlage vor 2500 Jahren angelegt worden war. Vereinsmitglied Stefan Pulverich unterstützte die Exkursion mit weiteren Informationen und zeigte vor Ort Bilder von Artefakten aus dieser Zeitepoche. Heute befinden sich die keltischen Fundstücke in den Museen von Wiesbaden und Siegen.

Vom Aussichtspunkt „Kelten-Ruh“, am steil abfallenden Hang der „Burg“, genossen die Wandersleute den grandiosen Blick ins Dietzhölztal und die Landstraße zur Haincher Höhe. 

Danke an Jürgen Daum und Stefan Pulverich für die wertvollen Informationen während der Wanderungen. Alle Beteiligten freuen sich schon auf die nächste Tour im kommenden Jahr und sind gespannt, wo es dann wohl hingeht.

Die Bilder wurden bei der Tour am 6. September aufgenommen.